Friedensorganisationen

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Friedensorganisationen

Diese Organisationen setzen sich für den Frieden ein
 

Wer sich engagieren möchte in der Friedensarbeit, wird bestimmt fündig – denn es gibt eine Vielzahl von Organisationen und Einrichtungen zum Thema. Wir stellen einige Einrichtungen vor,

Verein Lichterkette

Der Münchner Verein „Lichterkette e.V.“ entstand 1992: Am 6. Dezember demonstrierten über 400.000 Bürger*innen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Danach fanden in ganz Deutschland Lichterketten statt. Der Verein engagiert sich bis heute für ein friedliches, vielfältiges und ausgrenzungsfreies Miteinander. 

Omas gegen den Krieg

Die erste „Omas gegen Rechts“-Gruppe wurde im November 2017 von Monika Salzer in Österreich gegründet als Reaktion gegen den wachsenden Rechtspopulismus und Rechtsradikalismus. Ein Jahr später gründete Anna Ohnweiler in Nagold die überparteiliche zivilgesellschaftliche Initiative und Facebook Gruppe „Omas gegen Rechts“ in Deutschland. Inzwischen gibt es zahlreiche Regionalgruppen, insgesamt gibt es rund 30.000 Mitglieder, die sich gegen Ausgrenzung, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Hetze und Gewalt einsetzen.

Netzwerk Friedenskooperative

Das Netzwerk Friedenskooperative versteht sich als Service- und Informationsbüro für die Friedensbewegung. Das Netzwerk unterstützt und organisiert Kampagnen und Aktionen und ist Herausgeber des Magazins „FriedensForum“. Hervorgegangen ist das Netzwerk aus einer Initiative, die 1989 die großen Demonstrationen gegen die Stationierung von Cruise-Missiles und Pershing II durch deie NATO sowie gegen die SS-20/21-Atomraketen des Warschauer Paktes organisierte. Zu den Aktionen heute gehören „Büchel ist überall“, „Zivile Lösungen für Syrien“ oder „Abrüsten statt aufrüsten“.

Deutsche Friedensgesellschaft (DFG)

Die Deutsche Friedensgesellschaft ist die älteste Friedensorganisation in Deutschland und wurde 1892 von Bertha von Suttner und Herrmann Fried in Berlin gegründet. Oberstes Ziel ihrer Friedensbemühungen war die Schaffung einer konfliktvorbeugenden und –vermeidenden Rechtsgemeinschaft der Völker. Heute versteht sich die DFG-VK als eine radikale pazifistische Organisation mit dem Ziel, die Institution des Krieges zu beseitigen und eine Welt sozialer Gerechtigkeit zu schaffen. Sie ruft nicht nur zur Verweigerung des Wehrdienstes auf, sondern zur Verweigerung jeglicher Beteiligung an Kriegsvorbereitungen.

Internationaler Versöhnungsbund

Der Versöhnungsbund wurde auf einer internationalen Konferenz 1914 in Konstanz gegründet. Christen aus verschiedenen Ländern versuchten, den drohenden Krieg abzuwenden, weil sie Kriege grundsätzlich für unvereinbar mit dem Geist Christi hielten. 1919 schlossen sich Zweige aus zehn Ländern im Internationalen Versöhnungsbund zusammen. Die Ehrenamtlichen engagieren sich in der Gewaltfreien Bildung, organisieren Tagungen oder Kampagnen und Demonstrationen.

Forum Ziviler Friedensdienst (ZFD)

Das forumZFD setzt sich in 13 Ländern für eine friedlichere und gerechtere Gesellschaft ein. Rund 160 Mitarbeitende sind im Irak, in Israel, Jordanien, Kambodscha, Libanon oder den Philippinen unterwegs mit dem Ziel, die internationale Friedensarbeit zu fördern. Zum Programm gehören Workshops für Schulen oder die Organisation von Friedensläufen und Friedenstagen. Die Arbeit wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.

Kooperation für den Frieden

Die Kooperation für den Frieden (KoopFrieden) ist ein Zusammenschluss von mehr als 50 Initiativen und Organisationen aus der Friedensbewegung. Seit 2003 setzt sie sich dafür ein, dass kriegerische Gewalt als Mittel der Politik geächtet wird und stattdessen Methoden und Strategien der Krisenprävention und der zivilen Konfliktbearbeitung ausgebaut werden.

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF)

Die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste wurde 1958 in Berlin im Umfeld der Evangelischen Kirche gegründet – mit einem Aufruf, die Schuld für die beispiellosen NS-Verbrechen anzuerkennen und konkrete Solidarität mit den NS-Verfolgten zu zeigen. ASF will für die heutigen Folgen dieser Gewaltgeschichte sensibilisieren und aktuellen Formen von Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung von Minderheiten entgegentreten. Die Organisation ist ökumenisch und weltanschaulich offen und kooperiert mit Partnerorganisationen in Europa, Israel und den USA.

Weitere Empfehlungen?

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